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Forex Trading

Im Folgenden sind einige Punkte aufgeführt, die den Forex-Handelsmarkt einzigartig machen:

Marktgröße

Marktgröße

Der Forex-Markt weist ein tägliches Handelsvolumen von bis zu fünf Billionen USD auf.

Forex-Handelszeiten

Forex-Broker haben Zugriff auf die drei wichtigsten Forex-Märkte (New York, London und Tokio), wo fast alle Währungspaare gehandelt werden. Daher können Währungen an Wochentagen rund um die Uhrgehandelt werden.

Stabilität

Stabilität

Mit Ausnahme wesentlicher Ereignisse, wie zum Beispiel des Brexits, bewegen sich die Währungskurse nur in gemächlichem Tempo. Das ist der Grund dafür, dass Währungen tatsächlich auf vier Nachkommastellen genau notiert werden (mit Ausnahme des japanischen Yens). Eine Währung weist an einem gewöhnlichen Tag Wertschwankungen zwischen 0,0010 und 0,0030 auf. Darüber hinaus hat die Größe des Forex-Handelsplatzes zur Folge, dass selbst extrem große Transaktionen den Kurs nur minimal beeinflussen, wodurch der Forex-Markt weniger anfällig ist für Marktmanipulationen durch einzelne
Marktteilnehmer.

Hebel

Aufgrund der Stabilität einer Währung erfolgt der Forexhandel fast immer gehebelt. Der Einsatz eines Hebels bedeutet, dass ein kleinerer Geldbetrag genutzt wird, um eine große Geldsumme zu handeln. Beispiel: Ein Hebel von 1:100 bedeutet, dass ein Forex-Trader mit 100 USD im Handelskonto EUR im Wert von 10.000 USD kaufen kann. Wenn sich der Wert eines Euros um 0,0001 USD ändert, ändert sich die Handelsposition um 1 USD. Wie Sie sehen, kann eine äußerst geringfügige Schwankung im Wert einer Währung zu enormen Gewinnen/Verlusten für den Trader führen. Ferner bedeutet dies, dass Kleinanleger mit einem relativ geringen Betrag in den Forex-Handel einsteigen können.

Provisionen und Gebühren

Provisionen und Gebühren

Forex-Provisionen ergeben sich durch den Bid-Ask-Spread (später mehr dazu), woraus sich eine veränderliche Provisionsgebühr errechnet im Gegensatz zu einer Pauschale.

Währungspaare

Bei jeder Transaktion findet ein Austausch zwischen Käufer und Verkäufer statt. Im Forex-Handel zahlt der Käufer dem Verkäufer Geld und der Verkäufer gibt dem Käufer Geld in einer anderen Währung. Daher erfolgt jedes Forex-Geschäft in Form eines Währungspaares.
Währungen werden über die in der Norm ISO 4217 festgelegten Währungskürzel identifiziert. Sie umfassen stets drei Buchstaben. Die folgende Tabelle zeigt die im Jahr 2016 am Forexmarkt gehandelten Währungen im Vergleich zu ihren jeweiligen Marktanteilen.

 - USD 88%
 - EUR 31%
 - JPY 22%
 - GBP 13%
 - AUD 7%
 - CAD 5%
 - CHF 5%
 - CNY 4%
 - Sonstige 35%

Da Währungen stets paarweise gehandelt werden, ergibt sich ein Marktanteil von insgesamt 200%. Aufgrund der Größe der US-Volkswirtschaft und da die meisten Rohstoffe (zum Beispiel Erdöl) in USD gehandelt werden, ist der Forexmarkt für USD weit größer als für andere Währungen.

Symbole und Standardnotierung

Symbole und Standardnotierung

Ein Forex-Währungspaar wird stets wie folgt notiert
 - USD/CAD 1.30425

Die Währung links, in diesem Beispiel der USD, wird Basiswährung genannt. Die Währung rechts wird Kurswährung genannt. Der Kauf der Kurswährung erfolgt in der Basiswährung. Die Zahl gibt an, welcher Betrag der Kurswährung erworben wird, wenn eine Einheit der Basiswährung ausgegeben wird. In diesem Beispielkaufen Sie 1,3042 kanadische Dollar, wenn Sie einen US-Dollar ausgeben. Die vierte Nachkommastelle 0,0001 wird als Pip bezeichnet. Ein Pip ist die kleinste handelbare Einheit im Forexmarkt. Daher dient die fünfte Nachkommastelle nur zu Informationszwecken und wird Pipette genannt. Einige Broker geben die Pipette nicht an.  Ausnahmen sind Währungspaare, die den Yen enthalten. Dann wird der Pip zurzweiten Nachkommastelle, da ein Yen einen vergleichsweise deutlich geringeren Wert hat als andere Hauptwährungen. Daher wird das Paar USDJPY in folgendem Format angegeben.

- USD/JPY 111.604
Aus dem Doppelcharakters eines Währungspaares geht hervor, dass ein Forex-Trader, der die Basiswährung in der Kurswährung kaufen will, stattdessen die Kurswährung verkaufen kann, statt sie zu kaufen. Beispiel: Sie können einen US-Dollar kaufen zu 111,60 JPY, wie im Beispiel oben angegeben.

Bid-Preis und Ask-Preis

Obwohl die meisten Leute daran gewöhnt sind, dass es nur einen Preis für Währungspaare gibt, besteht immer ein Unterschied zwischen dem Preis, zu demein Verkäufer verkaufen will, und dem Preis, den ein Käufer zu zahlen bereit ist.
Werfen wir einen Blick auf das Beispiel
 - GBP/USD 1.3074 Ask-Preis
 - GBP/USD 1.3070 Bid-Preis

Hier signalisiert der Ask-Preis, dass ein Käufer bereit ist, 1 GBP auszugeben, um 1,3074 USD zu erwerben. Der Verkäufer ist nur bereit, 1,3070 USD gegen 1 GBP einzutauschen. Der Bid-Preis liegt in der Regel unter dem Ask-Preis. Der Unterschied zwischen den beiden Preisen wird Spread genannt. Dieser Spreadkann je nach Broker, den ein Forex-Trader nutzt, Unterschiede aufweisen, da der
Broker üblicherweise den Spread aufschlägt, um einen Gewinn zu erzielen.

Wo wird gehandelt?

DIE HANDELSPLÄTZE

Der Forexmarkt besteht aus privaten und institutionellen Tradern. Es gibt keinezentrale Instanz, wie zum Beispiel einen Aktienmarkt. Die Größe der Marktteilnehmer kann stark variieren, angefangen von kapitalschwachen privaten Kleinanlegern bis hin zu Anlageverwaltungsunternehmen, Hedgefonds
und Zentralbanken. Ein Kleinanleger nutzt in der Regel einen Broker mit Zugriffauf Liquiditätsdienstleister (große Finanzinstitute, die mit Brokern Handelsgeschäfte abschließen). Meist stellen Broker Online-Plattformen zur Verfügung, über die Kleinanleger ihre Handelsgeschäfte abwickeln können. Jenachdem, wie diese Handelsgeschäfte strukturiert sind, können Broker wie folgtunterschieden werden.

  • Market Makers
  • ECN Brokers
  • STP Brokers
  • Market Makers

Market Maker übernehmen in einem Handelsgeschäft, das ein Privattraderabschließt, die Rolle der Gegenpartei. Daher können bei einem Market Maker Handelsgeschäfte extrem schnell abgeschlossen werden, ohne dass Requotes auftreten. Dennoch ist der Verlust des Traders der Gewinn des Brokers und
umgekehrt. Dadurch können Interessenkonflikte auftreten, die möglicherweisezu Kursmanipulationen führen. Aufgrund der Tatsache, dass zahlreiche Market Maker um Kunden werben, gleichen sich die Kurse und die Spreads der verschiedenen Broker in der Regel dennoch einander an.

 

ECN Brokers

Das Electronic Communications Network (ECN) wird von Großbanken und anderen Instituten genutzt, die dem ECN-Pool Kursfeeds zur Verfügung stellen. Der Brokerhat Zugriff auf diesen ECN-Pool und kann daher dem Trader die besten Bid- und Ask-Preise anbieten. Dies kann zu einem äußerst engen Bid-Ask-Spread führen, dermanchmal fast null beträgt (d. h. Bid- und Ask-Preis sind identisch). Broker verlangen in der Regel pro Handelsgeschäft eine feststehende Provision. Daherkönnen Trader mit hohen Umsätzen Geld sparen, indem sie ECN-Broker nutzen.  Außerdem profitieren ECN-Broker nicht von den Verlusten eines Traders, da ECN-Broker nur als Vermittler zwischen den Liquiditätsdienstleistern und den Tradern
auftreten. Daher ist der Anreiz zur Manipulation der Kurse deutlich geringer.  

Dennoch können Handelsgeschäfte, die über ECN-Broker abgewickelt werden, von Requotes betroffen sein (d. h. der ursprüngliche, vom Trader gewählte Kurs kannsich ändern), da die von der Gegenpartei zu einem bestimmten Kurs zur Verfügung gestellte Menge unter Umständen nicht ausreicht, um einen Handelsauftrag vollständig auszuführen.

STP Brokers

STP-Broker sind insofern mit ECN-Brokern vergleichbar, da auch sie als Vermittlerzwischen Tradern und Liquiditätsdienstleistern auftreten. Der Hauptunterschied liegt darin, dass STP-Broker Verbindungen zu den einzelnen Liquiditätsdienstleistern aufbauen. Sie erzielen darüber hinaus Gewinne dadurch, dass sie einen höheren Bid-Ask-Spread verlangen statt einer Provision.  Obwohl die obigen Kategorisierungen allgemeingültig sind, können sich Broker inder Praxis durch spezifische Eigenschaften, Gebührenstrukturen und Vertrauensfaktoren voneinander unterscheiden. Daher sind bei der Auswahl eines Brokers Sorgfalt und Recherche erforderlich.

Handelsplattformen

Handelsplattformen sind im Prinzip Programme, die Trader nutzen, um ihre Handelsgeschäfte abzuwickeln. Unterschiedliche Broker können ihre Dienstleistungen auf unterschiedlichen Plattformen anbieten. MT4 Die meisten Forex-Broker bieten MT4 an, da sie sich zur weltweit beliebtesten Forex-Handelsplattform entwickelt hat. Daher gibt es für diese Plattform diemeisten Schulungsmaterialien sowie automatische Skripts (Expert Advisors genannt).

Chartfunktionen

Nach der Auswahl einer Handelsplattform und eines Brokers müssen Sie im nächsten Schritt das Traderhandwerk erlernen. Das einfachste Werkzeug in diesem Zusammenhang ist der Linienchart. Auf diesem Chart wird einfach der Kurs des Währungspaars im Zeitverlauf abgebildet. Obwohl Liniencharts einfachzu interpretieren sind, gehen viele Informationen in Bezug auf schnelle Kursbewegungen verloren, die für kurzfristige Trader von großer Bedeutungsind.

Der Hauptgrund dafür ist, dass bei einem Linienchart die Schlusskurse jeder Zeitspanne miteinander verbunden werden, daher gehen die Kursbewegungen innerhalb der Zeitspanne verloren. Candlestick-Charts hingegen stellen einen Großteil der wichtigen Kursdaten auf elegante Weise dar.

Interpretation eines Candlestick-Charts

Obwohl Candlestick-Charts auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, sind sie ganz einfach zu verstehen.


Candlesticks zeigen vier wichtige Preispunkte innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Als Zeiträume werden normalerweise 1 Minute, 5 Minuten, 30 Minuten, 1 Stunde, Tag, Woche, Monat usw. verwendet. Die vier wichtigsten Eckdaten sind in der Abbildung angegeben. Der Kerzenkörper wird gründargestellt (oder bleibt leer), wenn der Schlusskurs über dem Eröffnungskurs des Zeitraums liegt (d. h. der Kurs ist gestiegen). Wenn der Körper rot eingefärbtist (oder schwarz ausgefüllt), ist der Preis innerhalb der Zeitspanne gesunken.

Die Fähigkeit, Candlestick-Charts zu interpretieren, ist der erste Schritt zum Handelserfolg, und muss dem Einsatz der verschiedenen Analysetools vorausgehen.

Auftragsarten

Gängige Forexbroker nutzen in der Regel die folgenden Auftragsarten, um zugewährleisten, dass Trader ihre Strategien umsetzen können, ohne ständig den Forexmarkt im Blick zu behalten.

Marktorder

Es handelt sich dabei um einen manuellen Auftrag, bei dem der Trader den Broker beauftragt, eine Kauf- oder Verkaufsposition zum aktuellen Marktkurs zu eröffnen. Diese Auftragsart wird verwendet, wenn der Trader eine Position so schnell wiemöglich eingehen will.

Limitorder

Limitorders liegen dann vor, wenn der Trader den Broker beauftragt, einen Kaufunterhalb des Marktpreises oder einen Verkauf oberhalb des Marktpreises zutätigen. Beispiel: Wenn das Paar USD/CAD bei derzeit 1,3012 notiert und der Trader glaubt, dass der Kurs bis auf 1,3030 steigen wird, bevor er wieder sinkt, kann der Trader ein Verkaufslimit bei 1,3030 festlegen. Wenn der Kurs die Marke von 1,3030 erreicht oder überschreitet, wird der Broker die Position automatisch zum bestverfügbaren Kurs verkaufen.

Stop-Loss-Order

Eine Sell-Stop-Order kann so platziert werden, dass der Verkauf nur dann ausgeführt wird, wenn der Kurs einen bestimmten Wert erreicht oder darüber notiert. Diese Art von Order wird in Verbindung mit einer Limitorder verwendet, so dass der Verkauf automatisch ausgeführt wird, aber nicht unter einem bestimmten Kurs. Zurück zum obigen Beispiel: Wenn der Trader also zusätzlich einen Stop-Loss bei 1,3028 platziert, wird der Broker bei 1,3030 den Verkauf einleiten, aber nicht, wenn der Kurs unter die Marke von 1,3028 fällt. Der gleiche Ordertyp kann auch für Kaufpositionen eingesetzt werden, dann wird er als Buy Stop bezeichnet.

Andere Arten

Es gibt viele andere Auftragsarten, die einem Forex-Trader zur Verfügung stehen, darunter Stop Entry, Trailing Stop, Good till cancelled (GTC), Good for the day usw. Es ist von Vorteil, wenn Trader nicht ständig die Marktkurse überwachen müssen und stattdessen diese automatischen Aufträge platzieren können, um ihre Tradingstrategien auszuführen und Verluste zu begrenzen.

Analyse

Es gibt drei Hauptkategorien von Analysen, die Forex-Trader nutzen können, um das Marktverhalten vorherzusagen.

TECHNISCHE ANALYSE

Technische Analyse ist die Verwendung einer Sammlung von Methoden, die nach Mustern in einem Chart Ausschau halten, mit deren Hilfe zukünftige Kursbewegungen vorhergesagt werden können. Bei der technischen Analyse gilt die Annahme, dass sämtliche Informationen in Bezug auf ein Währungspaar
bereits eingepreist sind. Daraus leitet sich die Theorie ab, dass wenn ein bestimmtes Muster sich in der Vergangenheit wiederholt hat, der Trader diese Muster nutzen kann, um die unmittelbare Zukunft orherzusagen.

Vor- und Nachteile

Der größte Vorteil der technischen Analyse im Forex-Handel ist, dass der Trader keine Recherchen zum Zustand der Konjunktur durchführen und künftige Leitzinsentscheidungen vorhersagen muss. Da die Schwankungen am Forexmarkt bestimmten Mustern folgen, vereinfacht dies die automatische Ausführung einer Handelsstrategie bedeutend. Und schließlich gilt, dass die Theorien der technischen Analyse sich umso mehr als selbsterfüllende Prophezeiung erweisen, je mehr Forex-Trader darauf bauen.
Wenn Trader allerdings das Konjunktur- und geldpolitische Umfeld, das den Forexmarkt beeinflusst, ausklammern, kann es leicht passieren, dass sie verlustbringende Positionen eröffnen (insbesondere auf lange Sicht), selbst bei deutlichen Warnhinweisen.

Tools und Techniken

Selbst ein frischgebackener Trader kann diese Tools verwenden, ohne die technischen Kalkulationen dahinter zu verstehen, denn die beliebten Plattformen haben gebrauchsfertige Werkzeuge, die in die Charts eingefügt werden können. Nachstehend sind einige grundlegende Tools der technischen Analyse aufgeführt.

Unterstützung und Widerstand

Eines der grundlegendsten Muster, die sich in den Kursbewegungen am Forexmarkt niederschlagen, sind die zyklischen Auf- und Abbewegungen im Chart. Die Wendepunkte dieser zyklischen Muster bilden die Unterstützungs-und Widerstandsbereiche eines Charts.

Einfach ausgedrückt ist die Unterstützungslinie die vorübergehende Untergrenze, die der Kurs nicht durchbrechen kann, um eine Umkehr des übergeordneten Trends herbeizuführen. Im obigen Beispiel unterstützen die blauen Kästchen den allgemeinen Abwärtstrend und verhindern, dass der Kurs sich umkehrt und ein Aufwärtstrend sich herausbilden kann.

Widerstand ist das Gegenteil von Unterstützung. Im Beispiel sind diese Zonen orange markiert. Würde der übergeordnete Trend nach oben weisen, wären die unteren Wendepunkte die Unterstützung für einen Aufwärtstrend und die oberen Begrenzungspunkte der Widerstand.

Eine äußerst schlichte Tradingstrategie im Fall eines Abwärtstrends wäre der Kauf einer Währung an der Widerstandslinie und der Verkauf an der Unterstützungslinie (bei einem Aufwärtstrend gilt entsprechend Kauf an der Unterstützung und Verkauf an der Widerstandsmarke). Obwohl dies theoretisch funktionieren würde, ist es in der Praxis fast unmöglich, den Kurstrend und die Unterstützungs-
/Widerstandsmarken präzise vorherzusagen, ohne auf andere Tools zurückzugreifen.

Gleitende Durchschnitte

Eines der grundlegenden Tools, um festzustellen, ob der Kurs insgesamt nach oben oder nach unten tendiert, ist der Einsatz eines gleitenden Durchschnitts (GD). Dieser Indikator bildet den gleitenden Durchschnitt für die aktuellen Zeitabschnitte aus den letzten X Schlusskursen. Je größer X, desto stärker der GD-Trend.

Die Abbildung zeigt den 30-Zeitperioden GD in orange, den 10-Zeitperioden GD in schwarz und den 5-Zeitperioden GD in blau. Es ist offensichtlich, dass die blaue Kurve den Schwankungen des Marktes weit genauer folgt als die orange Linie.  Daher zeigt die orange Linie einen wesentlich stärkeren Trend auf. Da jedoch Eine enorme Kursspitze in der Vergangenheit die GD-Linie unnötig verzerren kann, nutzen Trader meist den gewichteten gleitenden Durchschnitt (EMA), der den jüngsten Kursdaten höheres Gewicht einräumt.

 

Im obigen Beispiel entspricht die blaue Linie dem EMA 30 und die orange Linie dem GD 30. Der EMA 30 reagiert sensibler auf jüngste Kursänderungen, berücksichtigt aber dennoch die letzten 30 Schlusskurse. Daher zeitigt der EMA bei der Ermittlung der Gesamtkursbewegungen genauere Ergebnisse.

Oszillatoren

Wie kann ein Trader, nachdem er den übergeordneten Trend identifiziert hat, sich sicher sein, dass ein Trend sich nicht umkehrt, nachdem er eine Position platziert hat? An diesem Punkt bietet sich die Nutzung von Oszillatoren an. Einige der gängigsten Oszillatoren sind der Stochastische Oszillator und der RSI (Relativer Stärkeindex). Lassen wir die technischen Details beiseite und werfen wirstattdessen einen Blick auf die Interpretation der Signale.  Wenn man den stochastischen Oszillator und den RSI mit der Chartingsoftware einzeichnet, sehen die Ergebnisse ähnlich aus.

 

In diesem Beispiel ist im unteren Chart der RSI zu sehen und im nächsten der stochastische Oszillator. Die blaue Kurve im Candlestick-Chart ist der EMA 30. Der wichtigste Faktor, den es hier zu identifizieren gilt, ist die Tatsache, dass beide Oszillatoren aus ihren abgedunkelten Zonen ausbrechen, bevor die tatsächliche Trendumkehr stattgefunden hat. Daher kann ein Trader nach Analyse des Ausbruchsverhaltens der Oszillatoren sich sicher sein, dass eine Trendumkehr bevorsteht.

Andere Tools und Hinweise

Es gibt viele weitere Tools, wie zum Beispiel die Fibonacci Retracements, Bollinger-Bänder und den MACD, die mögliche zukünftige Trends, Unterstützungs- und Widerstandsmarken anzeigen können. Wesentlich ist hier die Erkenntnis, dass keines dieser Tools die Entwicklungen am Forexmarkt zu 100% vorhersagen kann. Dennoch können Trader ihre Erfolgschancen verbessern, indem sie sich dieser Werkzeuge regelmäßig bedienen. Wenn Sie Anfänger sind und die Vielfalt der Möglichkeiten Sie überfordert, beschränken Sie sich aufs Wesentliche. Das auch gilt für die Änderungen an den Einstellungen der oben genannten Tools. Wenn Sie die Standardeinstellungen der oben aufgeführten Werkzeuge nutzen, kann das prognostizierte Marktverhalten im Sinne einer selbsterfüllenden Prophezeiung eintreten (da die meisten anderen Trader auch die gleichen Einstellungen verwenden).

Fundamentalanalyse

Wenn Forex-Trader die zugrunde liegenden Konjunktur- oder geldpolitischen Gründe für die Kursschwankungen einer Währung berücksichtigen, wird dies als Fundamentalanalyse bezeichnet. Der Hauptgedanke hinter der Analyse lautet wie folgt: Wenn die mit einer Währung verknüpfte Volkswirtschaft den Prognosen zufolge besser abschneiden wird als andere Länder, steigt der Kurs jener Währung und umgekehrt.

Vor- und Nachteile

Der Hauptvorteil der Fundamentalanalyse ist, dass die vorhergesagten Kursschwankungen auf real existierende Kennziffern zurückgehen. Wenn man also ausreichend große Einflussfaktoren identifiziert, kann man genau vorhersagen, wie sich der Kurs in Zukunft entwickeln wird. Dennoch können die Kurse, besonders auf kurze Sicht, weit stärker von scheinbar zufälligen Verhaltensweisen von Tradern beeinflusst warden.

Tools und Techniken

Anders als bei der technischen Analyse stehen bei der Fundamentalanalyse weniger Charts im Vordergrund als vielmehr Recherche und Konjunkturindikatoren. Nachstehend sind einige Konjunkturindikatoren aufgeführt. Wir erläutern, wie sie die jeweiligen Währungen beeinflussen.

BIP und Einzelhandelsumsätze

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) kann beschrieben werden als die Wirtschaftsleistung eines Landes. Der wichtigste Faktor, den Trader beachten, ist die Veränderung des BIP als jährliche Wachstumsrate. Wenn der Veröffentlichungstermin des BIPs eines Landes näher rückt, gibt es unter den Tradern verschiedene Ansichten bezüglich des prognostizierten Ergebnisses, und der Konsens wird eingepreist. Nach Veröffentlichung des BIPs wird die Währung aufwerten, wenn das Wachstum über den Erwartungen liegt, und umgekehrt.

Die Einzelhandelsumsätze zeigen die Konsumfreudigkeit der Verbraucher an. Sind die Verbraucherausgaben rückläufig, kann dies ein Hinweis sein, dass eine Rezession bevorsteht (da das BIP maßgeblich durch die Einzelhandelsumsätze beeinflusst wird). Werden USD-Währungspaare gehandelt, können die US-Einzelhandelsumsätze (monatlich veröffentlicht) als kurzfristiger Indikator im Vergleich zum BIP (vierteljährlich veröffentlicht) dienen.

VPI und Leitzinsen

Der Verbraucherpreisindex (VPI) erfasst die Inflation einer Volkswirtschaft (d. h. wie schnell die Preise von Waren steigen). Steigen die Preise schneller, erhöht die geldpolitische Behörde die Zinsen, um die Verbraucherausgaben zu senken. Das bedeutet, dass mehr Anleger am Kauf von Anleihen in dieser Währung interessiert sind, wodurch die Nachfrage steigt. Daher steigt der Kurs der Währung. Falls die
Inflation unter den Erwartungen liegt, kann dies den Wert einer Währung beeinträchtigen. Wenn allerdings Trader glauben, dass eine galoppierende Inflation bevorsteht (siehe das Beispiel Venezuela), kann die Nachfrage nach der Währungsehr schnell abflauen.

Beschäftigungsberichte

Zu den Beschäftigungsberichten zählen die Arbeitslosenquote und die Löhne. Ist die Arbeitslosigkeit gering und steigen die Löhne, wird die Bevölkerung in Zukunft mehr ausgeben, wodurch sich das BIP erhöht, und umgekehrt. Daher stärkt ein positiver Beschäftigungsbericht die Währung der zugrunde liegenden Volkswirtschaft.

Geopolitische Ereignisse

Die oben dargestellten Indikatoren bezogen sich auf regelmäßig von Behörden oder Institutionen veröffentlichte Konjunkturberichte. Spezifische geopolitische Effekte können die Forexmärkte ebenfalls maßgeblich beeinflussen. Beispielsweise können der Brexit, die US-Wahlen, das USMCA-Abkommen, Handelskriege usw. Einfluss auf den Forexmarkt nehmen. Im Wesentlichen kommt es in diesem Zusammenhang darauf an, die Auswirkungen eines Ereignisses auf die zugrunde liegende Volkswirtschaft richtig einzuschätzen und dann entsprechende Handelsgeschäfte abzuschließen. Selbst wenn die anderen Trader anderer Meinung sind: Falls Ihre Prognose sich als richtig erweist, werden die Märkte sich langfristig zu Ihren Gunsten entwickeln.

Arten von Trader

Als Forex-Trader gibt es mehrere Stile des Forex-Handels, die Sie nutzen können. Sie können grob nach den Zeiträumen unterschieden werden, die die Positionen gehalten warden.

Scalping

Scalping ist die aktivste Form des Wertpapierhandels, da die Positionen im wörtlichen Sinne nur Sekunden oder Minuten gehalten werden. Die Strategie stützt sich komplett auf die technische Analyse, da Fundamentalwerte auf so kurze Sicht keinen Einfluss haben. Für Scalping ist es wichtig, einen Forex-Broker zu wählen, der niedrige Provisionen und schnelle Ausführung anbietet, da mehrere hundert
kleine Handelsgeschäfte nötig sind, um einen nennenswerten Gewinn zu erzielen.

Day Trading

Wie beim Scalping nutzen auch Day Trader die technische Analyse, sofern kein plötzlich erscheinendes geopolitisches Ereignis auftritt. Day Trader handeln untertägig und halten ihre Positionen in der Regel nicht über Nacht. Sie sind ebenfalls auf schnelle Ausführung und niedrige Provisionen angewiesen, um einen Gewinn zu erzielen.

Swing Trading

Swing Trading ist der nächste natürliche Schritt bei den Trading-Stilen. Hier können Positionen zwischen mehreren Tagen und Wochen gehalten werden. Bei der Analyse kann ein Mix aus technischer und fundamentaler Analyse zum Einsatz kommen, da beide die Kurse in diesem Zeitrahmen beeinflussen können. Da Positionen nur gelegentlich eröffnet und geschlossen werden, eignet sich dieser Trading-Stil für Forex-Trader, die in Teilzeit am Forex-Markt aktiv werden möchten.

Positionstrading

Dieser Handelsstil weist die längsten Zeiträume auf. In der Regel werden die Positionen über Monate oder sogar Jahre gehalten. Der Forex-Positionshandel basiert hauptsächlich auf der Fundamentalanalyse. Das wichtigste Auswahlkriterium für Ihren Broker ist dabei seine Vertrauenswürdigkeit und die Gewissheit, dass er seine Geschäftstätigkeit noch lange fortsetzen wird.

Nächste Schritte

Sobald Sie sich die Grundlagen des Forexhandels durch Lesen angeeignet haben, ist der nächste Schritt, Erfahrungen in der Praxis zu sammeln. Dennoch muss ein Anfänger kein Echtgeld riskieren, sondern kann eine Handelsstrategie mithilfe eines Demo-Kontos entwickeln. Sie holen das Meiste aus einem Demo-Konto heraus, wenn Sie es so behandeln, als ob Ihr echtes Geld auf dem Spiel stehen würde. Dies kann angehende Forex-Trader dabei unterstützen, den Broker, den Kundenservice, die Plattform und allfällige Analysewerkzeuge einzuschätzen.


Während dieser Übungstransaktionen und auch im Live-Handel, zu dem Sie schlussendlich wechseln werden, kann es höchst sinnvoll sein, ein Trading-Tagebuch zu führen. Damit behalten Sie Ihre Handelsstrategien und die verwendeten Tools im Auge. Ihnen fällt es dadurch leichter, die Strategie zu
verfeinern und die Resultate zu verbessern. Sobald Sie sich an den Forex-Handel im Demo-Konto gewöhnt haben, können Sie erste Schritte im Handel mit Echtgeld wagen. Dennoch ist es äußerst wichtig,
weiterhin den Gebrauch neuer Tools zu erlernen und das bestehende Wissen auszubauen. Es ist anchmal schwierig, als Forex-Trader das Bauchgefühl zu ignorieren, daher ist es umso wichtiger, automatisierte Ein- und Ausstiegsstrategien wie Stop- und Limit-Orders zu nutzen, die gewährleisten, dass die gewählte
Strategie umgesetzt wird.

 

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